Sieben Wege, ein Massstab

Altersvorsorgerechner

Gesetzliche Rente, Rürup, Riester, Betriebsrente, private Rente, ETF-Depot und vermietete Immobilie — verglichen bei gleichem Eigenanteil im Monat. Wer stattdessen Beitrag gegen Beitrag stellt, bevorzugt die geförderten Wege, ohne dass man es der Tabelle ansieht.

Vier Fragen, dann steht die Rechnung da. Rechtsstand 2026 — jeder Wert mit Fundstelle unter Rechtsstand.

Schritt 1 von 4

Wie viel Zeit hast du noch?

Aus Alter und Rentenbeginn ergibt sich die Laufzeit — die Grösse, die über dreissig Jahre mehr entscheidet als jede Rendite.

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Sieben Wege im Vergleich

Erscheint hier, sobald du oben auf „Jetzt rechnen“ gedrückt hast. Je Weg stehen dann:

Rente im Monat
netto, heutiges Geld, im Schnitt
Lücke
zu deiner Wunschrente
Beitrag
was im Vertrag landet
Förderung
was der Staat dazugibt
Rendite
auf dein eigenes Geld
Dauer
wie lange sie fliesst

Die sieben Varianten

Alle sieben werden mit demselben Eigenanteil im Monat gerechnet. Was sie unterscheidet, ist der Weg dorthin: wer wie viel dazugibt, was im Alter besteuert wird, und ob am Ende etwas übrig bleibt.

Gesetzliche Rente (freiwillige Beiträge)

Freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung, zusätzlich zum Pflichtbeitrag. Der Beitrag kauft keine Anlage, sondern Entgeltpunkte, also einen Anspruch. Er fliesst lebenslang und steigt mit dem Rentenwert. Dafür gibt es kein Kapital, das man kündigen oder vererben könnte.

Betriebsrente durch Entgeltumwandlung

Entgeltumwandlung nach § 3 Nr. 63 EStG. Ein Teil des Bruttogehalts geht direkt in den Vertrag, vorbei an Steuer und Sozialabgaben, dazu kommen 15 % Pflichtzuschuss vom Arbeitgeber. Deshalb landet hier von allen Wegen am meisten im Vertrag. Dafür sinkt die gesetzliche Rente, und im Alter fallen volle Kranken- und Pflegebeiträge an.

Riester-Rente

Geförderte Privatrente. Der Staat gibt Zulagen oder einen Steuerabzug, je nachdem was günstiger ist, gedeckelt bei 2.100 € im Jahr. Verlangt wird ein Mindesteigenbeitrag von 4 % des Vorjahresbruttos. Zum Rentenbeginn müssen alle Beiträge garantiert vorhanden sein, was in der Praxis den Aktienanteil und damit die Rendite drückt.

Basisrente (Rürup)

Basisrente nach § 10 EStG. Die Beiträge senken das zu versteuernde Einkommen, was den stärksten Steuerhebel aller sieben Wege ergibt. Der Preis dafür ist Unbeweglichkeit: nicht kündbar, nicht beleihbar, nicht auf einmal auszahlbar, nur als lebenslange Rente.

Private Rentenversicherung

Rentenversicherung ohne staatliche Förderung. Beim Einzahlen bringt sie keinen Vorteil, im Alter ist dafür nur der Ertragsanteil steuerpflichtig, bei Rentenbeginn mit 67 sind das 17 % der Rente. Sie ist kündbar und auf einmal auszahlbar, anders als Rürup.

ETF-Depot mit Sparplan

Ein Wertpapierdepot mit Sparplan und späterem Entnahmeplan. Kein Vertragspartner, keine Zusage, keine Lebenslänglichkeit: Der Plan ist nach der eingestellten Rentendauer leer. Dafür jederzeit verfügbar, vererbbar und ohne Versicherungskosten. Steuerlich greifen Vorabpauschale, Teilfreistellung und Sparer-Pauschbetrag.

Vermietete Immobilie

Eine vermietete Wohnung auf Kredit. Miete, Abschreibung und Zinsabzug tragen einen Teil der Rate, der Rest ist der Eigenanteil. Der Kaufpreis ist hier nicht die Eingabe, sondern das Ergebnis: Gerechnet wird, welche Wohnung dieser Monatsbetrag trägt. Nach der Rentendauer ist die Wohnung noch da, ein Entnahmeplan wäre es nicht.

Wie dieser Rechner rechnet

Vier Entscheidungen bestimmen jede Zahl in der Tabelle. Die letzte ist die wichtigste: was der Rechner nicht kann.

Gleicher Eigenanteil, nicht gleicher Beitrag

Verglichen wird, was bei dir am Monatsende fehlt. Bei geförderten Wegen landet mehr im Vertrag, weil Finanzamt und Sozialkassen den Rest tragen. Stellte man Beitrag gegen Beitrag, verglichen man verschieden grosse Einzahlungen und merkte es nicht.

Alles in heutiger Kaufkraft

Eine Rente von 1.200 € im Jahr 2068 sagt nichts, solange nicht danebensteht, was sie dann wert ist. Der Rechner zeigt deshalb den Durchschnitt über die gesamte Rentendauer, auf heute abgezinst — und daneben das letzte Rentenjahr, weil ein Durchschnitt verdeckt, ob eine Rente flach verläuft oder über die Jahre absackt.

Steuern nach dem geltenden Tarif

Der Abzug beim Einzahlen läuft über den Grenzsteuersatz nach § 32a EStG, die Besteuerung im Alter über den Besteuerungsanteil nach § 22 EStG, der bei Rentenbeginn festgeschrieben wird, und bei privaten Renten über den Ertragsanteil. Kranken- und Pflegebeiträge auf Betriebsrenten sind abgezogen, der Zuschlag für Kinderlose ist einstellbar.

Was der Rechner nicht kann

Er kennt keine konkreten Verträge und damit keine echten Abschluss- und Verwaltungskosten, sondern nur die pauschalen Sätze, die du einstellst. Er rechnet ohne Berufsunfähigkeit, ohne Hinterbliebene, ohne Erbschaft und ohne Scheidung. Bei der Immobilie fehlen Mietausfall, Leerstand und Sanierungen. Und keine Rendite ist zugesagt: Ein Einbruch kurz vor Rentenbeginn trifft ein Depot voll, eine Leibrente nicht.

Jeder Rechengrösse liegt ein Gesetz oder eine Verordnung zugrunde. Sie stehen einzeln mit Fundstelle unter Rechtsstand 2026, samt der Angabe, welche Werte noch fortgeschrieben und nicht amtlich veröffentlicht sind.

Häufige Fragen

Was ist die Rentenlücke?

Die Rentenlücke ist der Abstand zwischen dem, was du im Alter zum Leben brauchst, und dem, was tatsächlich fliesst. Entscheidend ist, beides in derselben Kaufkraft zu vergleichen: 2.000 € heute entsprechen bei 2 % Teuerung und 42 Jahren bis zur Rente rund 4.600 € im Jahr des Rentenbeginns. Wer die Lücke gegen den heutigen Betrag rechnet, unterschätzt sie um mehr als die Hälfte. Dieser Rechner zieht die gesetzliche Rente als Sockel ab und zeigt den Rest je Variante.

Lohnt sich ein ETF-Sparplan mehr als eine Rürup-Rente?

Das hängt an drei Grössen, die sich nicht gegeneinander aufrechnen lassen. Rürup senkt heute die Steuer, ist dafür nicht kündbar und zahlt ausschliesslich als lebenslange Rente. Ein Depot bringt keine Förderung, ist jederzeit verfügbar und vererbbar, endet aber, wenn das Kapital aufgebraucht ist. Bei gleichem Eigenanteil liegt das Depot in der Rechnung meist vorn, solange man nicht älter wird als die eingestellte Rentendauer. Wer länger lebt, hat dann nur noch die gesetzliche Rente. Genau diesen Unterschied zeigt die Spalte „Dauer“.

Wie viel muss ich monatlich für die Altersvorsorge sparen?

Statt eine Faustregel zu nennen, rechnet diese Seite den Betrag rückwärts aus: Trag ein, welche Rente du brauchst, und der Rechner sucht je Variante den monatlichen Eigenanteil, der die Lücke schliesst. Der Betrag fällt sehr unterschiedlich aus, weil Förderung und Besteuerung je Weg verschieden greifen. Wo kein Betrag erreichbar ist, sagt der Rechner das ausdrücklich, statt eine Zahl zu zeigen, die es nicht gibt.

Warum vergleicht der Rechner beim Eigenanteil und nicht beim Beitrag?

Weil sonst die geförderten Wege gewinnen, ohne dass man es der Tabelle ansieht. Bei einer Entgeltumwandlung landen aus 200 € Eigenanteil über 400 € im Vertrag, weil Finanzamt und Sozialkassen den Rest tragen. Stellt man Beitrag gegen Beitrag, vergleicht man in Wahrheit verschieden grosse Einzahlungen. Der Eigenanteil ist das, was bei dir am Monatsende wirklich fehlt, und nur er ist über alle sieben Wege dieselbe Grösse.

Ist Riester noch sinnvoll?

Die Rechnung zeigt zwei gegenläufige Wirkungen. Zulagen und Sonderausgabenabzug erhöhen den Beitrag spürbar, besonders mit Kindern. Dagegen steht die Beitragsgarantie, die den Aktienanteil und damit die Rendite drückt, und die volle Besteuerung der Rente nach § 22 Nr. 5 EStG. Wer im Alter denselben Steuersatz hat wie heute, verliert den Vorteil des Abzugs wieder. Trag deine Kinder und dein Brutto ein, dann rechnet die Seite beide Wirkungen gegeneinander.

Was bringt die Betriebsrente durch Entgeltumwandlung?

Beim Einzahlen ist sie der stärkste Hebel: Das Geld geht am Brutto vorbei an Steuer und Sozialabgaben, dazu kommen 15 % Pflichtzuschuss des Arbeitgebers. Zwei Kosten stehen dagegen, die oft übersehen werden. Erstens sinkt die gesetzliche Rente, weil sozialabgabenfreies Entgelt keine Entgeltpunkte bringt. Zweitens fallen auf die Betriebsrente später volle Kranken- und Pflegebeiträge an, beide Hälften. Dieser Rechner zieht beides ab.

Auf welchem Rechtsstand rechnet die Seite?

Auf dem Rechtsstand des laufenden Jahres. Jeder einzelne Wert steht mit Fundstelle auf der Seite „Rechtsstand“ — Beitragsbemessungsgrenze, Rentenwert, Höchstbeträge, Zulagen, Beitragssätze. Werte, die noch nicht amtlich veröffentlicht sind, sind dort ausdrücklich als fortgeschrieben gekennzeichnet statt als belegt ausgegeben. Der aktuelle Rentenwert etwa wird nach § 68 SGB VI erst im Juni festgesetzt.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein. Es gibt kein Konto, keine Datenbank, keine Cookies und keine Zählpixel. Die gesamte Rechnung läuft in deinem Browser. Deine Zahlen verlassen das Gerät nur, wenn du auf Export drückst: Dann gehen sie einmalig an den Server, werden dort im Arbeitsspeicher zu einer PDF- oder Excel-Datei und kommen mit der Antwort zurück, ohne abgelegt zu werden.

Das ist eine betriebswirtschaftliche Rechnung, keine Steuer- oder Anlageberatung. Vor einer Entscheidung über Jahrzehnte gehört sie jemandem vorgelegt, der dafür haftet.